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Mick Schumacher “schwimmt” sich frei: Erster Start in Reihe drei!

(Motorsport-Total.com) – Mick Schumacher hat beim Qualifying der Formel 1 in Montreal einen echten Befreiungsschlag gelandet und die beste Startposition seiner Karriere eingefahren. Bei schwierigen Bedingungen in Kanada stellte der Deutsche seinen Haas direkt hinter Teamkollege Kevin Magnussen auf Platz sechs und startet somit im Rennen am Sonntag (live im Ticker verfolgen) aus der dritten Startreihe.

Mick Schumacher meisterte am Ende die schwierigen Bedingungen
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“Das Auto war großartig, vor allem unter diesen Bedingungen”, schwärmt Schumacher nach der Qualifikation. “Es hat sich von der ersten Runde an sehr gut angefühlt und ich habe überall Grip gefunden. Und auch die Verbesserungen haben sich immer besser angefühlt, also in dem Sinne, dass ich mich immer wohler gefühlt habe mit den Runden, die gekommen sind.”

Schumacher konnte sich im Laufe des Qualifyings immer weiter steigern und in Q3 sogar zeitweise lila Sektoren fahren. Ganz am Schluss reichte es für ihn aber doch nicht ganz, um Teamkollege Magnussen zu schlagen, der vor dem Deutschen auf Platz fünf starten wird.

Alles gut, bis auf den letzten Versuch

“Eigentlich war ich die ganze Zeit etwas schneller als Kevin”, sagt er und hadert mit seinem letzten Reifensatz. Denn den hatte er sich gerade warmgefahren, als er vor der letzten Schikane auf Carlos Sainz auflief, der vor seiner schneller Runde langsam machte und Abstand auf seinen Vordermann ließ.

Schumacher musste seine Runde ebenfalls abbrechen und sich für den letzten Schuss neu sortieren. “Dadurch, dass ich abbremsen musste, sind die Reifen kalt geworden, und dann hat der erste Sektor keinen Grip gehabt”, erzählt er.

Mick Schumacher nach bislang bester Quali erleichtert: “Hat sich mega angefühlt”

Mick Schumacher feierst nach harten Wochen das bislang beste Qualifying-Ergebnis seiner Karriere und geht von Platz 6 in den GP von Kanada.

“Dann musste sich der Reifen erst wieder aufbauen, und das hat dann bis Kurve 4, 5 gebraucht, um den Reifen wirklich wieder anzuswitchen und Grip zu haben, was dann natürlich ein bisschen zu spät ist in dem Fall”, so Schumacher.

Trotzdem konnte man Schumacher anmerken, dass er sehr gerne im Regen unterwegs ist – wie einst Papa Michael. “Ich habe Fahren im Regen immer gemocht, und das Limit dort zu suchen”, sagt er. “Vor allem im Qualifying auf so einer Strecke gibt es großes Potenzial in den Fahrern. Sie können zeigen, was sie draufhaben. Und ich denke, das ist mir heute gelungen.”

Magnussen starker Fünfter

Lob für den Deutschen gibt es dabei auch von seinem Teamkollegen: “Ich freue mich für ihn”, sagt Magnussen. “Er hat eine gute Leistung gezeigt. Ich konnte sehen, dass er schnell war.”

Am Ende aber konnte der Däne das teaminterne Duell gewinnen und seine Führung dabei auf 7:2 ausbauen. Für Magnussen war Platz fünf aber nicht einmal das beste Qualifying-Ergebnis des Jahres. Trotzdem freut er sich aber natürlich für sein Team: “Das war, was wir uns erhofft haben”, strahlt er.

“Wir haben in Imola gesehen, dass uns diese Bedingungen liegen. Wir haben den Job erledigt. Es ging darum, konstant eine bessere Rundenzeit hinzulegen, weil die Strecke immer besser geworden ist”, sagt der Haas-Pilot. “Also musstest du die ganze Zeit pushen. Das macht Spaß. Es ist nicht nur eine Runde, sondern du pushst immer weiter.”

“Ich freue mich sehr für das Team. Mick hat mit Platz sechs auch einen großartigen Job gemacht. Wir sind Fünfter und Sechster, das ist eine tolle Leistung vom Team”, lobt er und meint, dass er für genau solche Tage in der Formel 1 ist.

Steiner lobt: Haben Ruhe bewahrt

“Solche Tage machen dich glücklich. Es gibt aber heute keine Punkte, von daher ist es ein Grund zu lächeln, aber nicht mehr”, so Magnussen. “Es ist eine gute Ausgangslage für morgen, wo wir den Job erledigen müssen. Ich freue mich darauf.”

Analyse: So kam’s zum irren Grid in Kanada!

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Er kann’s also doch: Im Qualifying in Montreal war der Mick Schumacher die große Sensation. Für Sebastian Vettel hingegen setzte es eine Enttäuschung.
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Laut Teamchef Günther Steiner war der Schlüssel zu diesem guten Ergebnis, dass alle im Team die Ruhe bewahrt und einen guten Job gemacht haben: “Wir wissen, was wir tun. Wir wissen, dass wir im Regen nicht schlecht sind”, sagt der Südtiroler.

Zudem scheint das Auto die Reifen unter den kälteren Bedingungen gut zum Funktionieren zu bekommen. Zwar hatte man im dritten Training zuvor ein paar Probleme mit den Intermediates, nach ein paar Veränderungen am Auto schien es aber zu laufen. “Es hat funktioniert”, sagt Steiner. “Ich freue mich für das ganze Team.”