/Mutter fordert Alkoholverbot im Freizeitpark: „Finde es schrecklich“

Mutter fordert Alkoholverbot im Freizeitpark: „Finde es schrecklich“

Erstellt:

Eine Mutter echauffiert sich, dass Menschen in Freizeitparks Bier trinken – das gehe vor Kindern nicht. Im Netz kassiert die Helikoptermutter nun Spott.

Bottrop – Für wen sind eigentlich Freizeitparks gemacht? Wenn es nach den Betreibern geht, dann wohl offensichtlich für alle. Eine Besucherin des Movie Parks sieht das jedoch etwas anders. Denn an einem Detail stört sich die Mutter: Alkohol im Freizeitpark. Ihrer Auffassung nach sei es nicht tragbar und nicht familiär, dass Flaschenbier verkauft werde und viele Leute damit für Kinder offen sichtbar über das Gelände laufen würden.

Freizeitpark Movie Park Germany
Eröffnet 19. März 2005
Besucher pro Jahr 1,4 Millionen
Fläche 45 Hektar

Mutter will ein Alkoholverbot im Freizeitpark: „Bin echt entsetzt – es ist ein Familienpark“

„Ich war heute echt entsetzt“, schreibt eine aufgebrachte Mutter in einer Facebook-Gruppe nach ihrem Besuch im Movie Park, wie derwesten.de berichtet hatte. „Es ist ein Familienpark, das macht keinen guten Eindruck“. Deshalb fordert sie, den Verkauf von Alkohol im Movie Park zu überdenken. Und auch in Sachen Rauchverbot äußert sie Kritik, dass sich viele Gäste daran nicht halten würden. „Ich finde es schrecklich“, bekräftigt sie ihre Beschwerde. Damit löst sie ähnlich viel Spott aus wie die Mutter, die ein Freizeitpark-Verbot für kinderlose Menschen fordert – „es kotzt mich an“, meint sie darüber, dass dort nicht nur Familien anzutreffen sind.

Saisoneröffnung im Movie Park Bottrop.

Movie Park in Bottrop reagiert schon auf Forderung einer Mutter nach Alkoholverbot

Ein wenig lenkt die um ihre Kinder besorgte Helikoptermutter dann doch noch ein: „Dann bitte alkoholische Getränke nur in Gläsern und nur im Gastrobereich und bestimmte Raucherzonen. Das klappt in anderen Parks auch“, fordert sie. Der Movie Park reagierte bereits auf die Kritik ihres Gastes. Wie derwesten.de berichtet, wolle sich der Freizeitpark mit dem Thema auseinandersetzen, auch wenn es eine unübliche Beschwerde sei. Wenn jedoch ein maßloser Umgang mit Alkohol beobachtet werde, dann würde das Parkpersonal laut Movie Park ohnehin einschreiten. Kuriose Regeln dagegen macht ein Freizeitpark in Australien, der zu schwere Gäste nicht mitfahren lässt.

Freizeitpark hält gegen Alkoholverbot: Ausgabe von Flaschenbier kein „Widerspruch als Familienfreizeitpark“

„Unser Parkbetrieb wird zudem unter dem ‚OK Für Kids‘-Siegel regemäßig vom TÜV geprüft und abgenommen“, erklärt sich der Park zu den Vorwürfen der Frau. Doch nach einem Kurswechsel sieht es wohl deshalb trotzdem vorerst nicht aus: „Die Ausgabe von Flaschenbier wurde bis dato nicht kritisiert oder im Widerspruch zu Movie Park als Familienfreizeitpark gesehen.“

In Sachen Rauchverbot, das schon bald sogar im eigenen Auto gelten könnte, würde der Freizeitpark seine Vorgaben jedoch laut eigenen Angaben äußerst streng umsetzen. „Sollten einige Besucher dennoch im Nickland rauchen, sprechen unsere Mitarbeiter diese aktiv hierauf an und erinnern noch einmal an das Rauchverbot.“ Mit Vorwürfen haben auch andere Freizeitparks zu kämpfen – und reagieren prompt: Der Europapark Rust baute zuletzt die Dschungel-Floßfahrt aufgrund von Rassismus-Vorwürfen um.

Mutter, die Alkoholverbot im Freizeit fordert, kassiert Hohn und Spott im Netz: „Lächerlich!“

Im Netz kriegt die Mutter nun ordentlich ihr Fett weg – denn viele beharren darauf, dass Freizeitparks nun mal auch für Erwachsene sind und die nun mal hin und wieder ein Bierchen trinken möchten: „Richtig.. Familienpark.. Da brauchen die Eltern was für ihre Nerven“, kommentiert eine Frau auf Facebook. Ein anderer User schreibt ziemlich fassungslos: „Einfach nur noch lächerlich! Eine Uschi flennt rum und der Park will sich mit dem Thema auseinandersetzen.“ „Es wird leider immer lächerlicher…“, schreibt auch ein anderer User.

„Man kann es auch übertreiben. So ist das heutzutage bei den Helikopter-Eltern“, findet nicht nur ein Kommentator – genau solchen wirft ein Pädagoge vor, aus heutigen Kindern „aufgeweichte Jammergestalten“ zu machen. Ein weiterer User grätzt: „Meckern, aber den All-Inclusive Urlaub in die Türkei buchen und sich am Strand den Sekt aus dem Plastikbecher gönnen.“ Das Unverständnis der meisten Menschen in Social Media bringt eine weitere Kommentatorin so auf den Punkt: „Was stimmt nicht mit der Frau?“

Movie Park über Rauchverbot: Regelmäßige Kontrollen und Appell an die Gäste

Auch gezielte Durchsagen und Hinweise würden die Besucher auf die rauchfreien Zonen aufmerksam machen. Zudem würden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig vor Ort kontrollieren. Jedoch appelliere man auch an die verantwortungsvolle Unterstützung der Gäste des Freizeitparkes.

Auch interessant