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Putins Alptraum – Bester Scharfschütze der Welt kämpft jetzt für die Ukraine – Politik Ausland – Bild.de

Die ganze Welt steht an der Seite der Ukraine – auch militärisch.

20 000 Freiwillige aus 52 Nationen haben sich bereits bei der ukrainischen Regierung gemeldet und gesagt, sie wollen das Land gegen Putins Soldaten verteidigen. Das bestätigte der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba (40).

Einer von ihnen: der gefährlichste Scharfschütze der Welt!

Der Schütze, bekannt unter seinem Spitznamen „Wali“, kämpfte für die kanadische Armee im „Royal Canadian 22nd Regiment“ im Irak und in Afghanistan. Der „Sniper“ wurde 2017 weltberühmt, als er einen Kämpfer der Terrorgruppe ISIS erschoss – aus einer Distanz von 3450 Metern. Es war der Weltrekord für den längsten Tötungsschuss, durchgeführt mit einem „McMillan Tac-50“-Gewehr.


Scharfschütze „Wali“
Scharfschütze „Wali“Foto: Twitter/nexta_tv

„Wali“ ließ seine Frau und seinen einjährigen Sohn zurück, als er sich auf den Weg in die Ukraine machte. Der 40-Jährige erklärte gegenüber Freunden seine Motive: „Das ist, als wäre man ein Feuerwehrmann, der den Alarm schrillen hört“, sagte er.

Letzte Woche noch arbeitete er im Büro als Computer-Programmierer, jetzt bereitet er sich an einem geheimen Ort in der Ukraine auf den Kampfeinsatz vor, sagte er dem US-Sender CBS. Seine Frau habe ihn nur ungern ziehen lassen, fügte er an, am Ende hätte sie aber verstanden, dass es für ihn zu Hause wäre, als würde er im Knast sitzen.

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Laut Angaben der ukrainischen „Fremdenlegion für die territoriale Verteidigung der Ukraine“ sollen sich insgesamt 550 Kanadier auf den Weg in die Ukraine gemacht haben.

Es sind so viele, dass sogar ein eigenes Bataillon mit den Ahorn-Flaggen-Kämpfern in Übersee eingerichtet worden ist, berichtet die Zeitung „National Post“ unter Berufung auf Militärkreise in Kiew.

Die potenziellen Soldaten wurden in der ukrainischen Hauptstadt zusammengezogen, neben Kämpfern aus aller Welt, die gegen die russischen Invasoren kämpfen wollen. Die Mitglieder der neu entstandenen Fremdenlegion wurden in Gruppen je nach ihrem Herkunftsland kommandiert, um Sprachbarrieren zu vermeiden.

Bei der Rekrutierung in Kanada herrscht reges Interesse, in den Krieg in Osteuropa zu ziehen. Ukrainisch-kanadische Aktivisten sind laut dem Parlamentarier Borys Wrzesnewskyj hier federführend, laut Schätzungen haben sich insgesamt bereits mehr als tausend Landsleute für den Kampfeinsatz gemeldet.

Viele haben sich auf der kanadischen Rekrutierungs-Website „defendukraine.ca“ gemeldet, andere reisten einfach auf eigene Faust los. „Es geht zu Herzen, dass so viele kanadische Ex-Militärs sich melden und verstehen, dass dies einfach grundlegend falsch ist“, verwies Wrzesnewskyj auf den russischen Eroberungskrieg: „Und sie wissen auch, dass es nicht nur ein Krieg um eine Demokratie mit 44 Millionen Einwohnern ist, sondern ein Kampf für unsere westliche Freiheit!“

Die Rekruten werden überprüft und erhalten Training in Polen vor dem Kampf an den ukrainischen Frontlinien, hieß es.

Die Regierung in der Hauptstadt Ottawa geht jedoch auf Distanz zu kanadischen Kämpfern in der Ukraine. Vizepremierministerin Chrystia Freeland (53) drohte sogar mit „ernstzunehmenden Konsequenzen“.

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Auch viele Helfer aus den USA

Viele Helfer bei der Verteidigung der Ukraine kommen auch aus den USA: Der Veteran Cody Heard (28) aus Little Rock (US-Bundesstaat Arkansas) etwa ist ebenfalls bald auf dem Weg nach Europa: Für den Familienvater, der bis 2018 als Infanterist bei der US-Armee gedient hatte, hätte es wegen der grauenhaften Bilder des Krieges kein Halten mehr gegeben:

„Ich habe an meine eigenen Kinder gedacht“, sagte er zur „New York Post“: „Ich dachte, was wäre, wenn ich in dieser Lage wäre, würde ich wollen, dass jemand kommt und uns hilft? Auf jeden Fall, ja!“

Mit einer Gruppe weiterer Ex-Soldaten will er am Wochenende nach Ost-Europa fliegen.