/Stromkosten: Hohe Energiekosten gehen an Elektroautos nicht vorbei: Tesla erhöht die Preise an den Ladesäulen

Stromkosten: Hohe Energiekosten gehen an Elektroautos nicht vorbei: Tesla erhöht die Preise an den Ladesäulen

Es wird teurer für Elektrofahrzeuge: Tesla erhöht die Preise an den Superchargern merklich, wirklich günstige Anbieter werden in Deutschland immer seltener.

Auch wenn der Preisschock an herkömmlichen Tankstellen derzeit am größten ist – die Fahrt mit einem Elektroauto wird schrittweise ebenfalls immer teurer. Erst im Dezember 2021 hatte Tesla die Preise für die Nutzung der firmeneigenen Ladesäulen angehoben. Nun folgt die nächste Anpassung der Tarife – Tesla ruft ab sofort 48 Cent pro Kilowattstunde auf und damit nochmal drei Cent mehr als zuvor. Das sind bereits acht Cent mehr als Ende 2021 und satte 15 Cent mehr als vor zwei Jahren. 2020 lag der Preis noch bei 33 Cent pro Kilowattstunde.

Die Preiserhöhung trifft Deutschland mit nur drei Cent prozentual weniger hart als die Nachbarländer. In den Niederlanden schnellt der Preis von 27 Cent auf 37 Cent hoch, in Österreich kostet die Kilowattstunde ab sofort 41 Cent statt wie vorher 36 Cent. In Schweden liegen die Preise nun rund 17 Prozent höher als zuvor, hier kostet die Kilowattstunde umgerechnet etwa 51 Cent.Porträt Felbick 7.31h

EnBW aktuell günstigster Anbieter – mit Abo

EnBW bietet damit nun die günstigsten Ladesäulen, hier kostet die Kilowattstunde mit einem aktiven Abo des Anbieters für monatlich 5,99 Euro zur Zeit 46 Cent an eigenen Säulen. Ohne Abonnement sind es allerdings 55 Cent.

Konkret bedeuten die neuen Preise, dass 100 Kilometer mit einem Tesla Model 3 Long Range bei einem Verbrauch von rund 21 Kilowatt jetzt zehn Euro kosten. 2020 wären es noch rund sieben Euro gewesen. Das ist, verglichen mit Verbrenner-Motoren und den horrenden Spritpreisen, immer noch deutlich günstiger. Im Schnitt kostet ein Liter Super E5 momentan 2,16 Euro, bei einem Verbrauch von sieben Litern auf 100 Kilometer wären das bereits 15 Euro.

Die Preise der Tesla Supercharger gehören auch lange noch nicht zum oberen Ende der Angebote in Deutschland. Mit 79 Cent pro Kilowattstunde liegt Ionity derzeit ungeschlagen auf dem ersten Platz. In diese Regionen kommt man bei einem Supercharger aktuell nur mit einem Fremdfabrikat ohne Abo. In Ländern wie den Niederlanden, wo die Ladesäulen bereits für andere Fahrzeuge freigeschaltet sind, liegt der Preis pro Kilowattstunde bei 70 Cent.

Quelle: Teslamag