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Ukraine-Krieg: Putin lässt Kinder und Schwangere in Mariupol bombardieren – Politik Ausland – Bild.de

Die südukrainische Stadt Mariupol hat seit Tagen kein Wasser, keinen Strom, keine Heizung – Essen und Medikamente werden knapp.

Jetzt hat (69) eine Kinder- und Entbindungsklinik in der Stadt gezielt bombardieren lassen! 17 Menschen seien bei dem Angriff verletzt worden, darunter Frauen in den Wehen, sagt der Gouverneur der Donzek-Region, Pawlo Kyrylenko.

► Es ist etwas, das die russischen Truppen bereits in ihrem Krieg in Syrien immer wieder getan haben. Ein direkter Angriff auf die verwundbarsten Menschen vor Ort.

Nach Angaben des Stadtrats von Mariupol hätten die russischen Streitkräfte „mehrere Bomben auf das Kinderkrankenhaus geworfen. Die Zerstörung ist immens“, so der Stadtrat. Russland hat wiederholt bestritten, bei seinem Angriff auf die Ukraine auf Zivilisten zu zielen.


Eine hochschwangere Frau in der völlig zerstörten Klinik in Mariupol
Eine hochschwangere Frau in der völlig zerstörten Klinik in MariupolFoto: Evgeniy Maloletka/AP


Eine hochschwangere Frau wird aus der zerstörten Klinik in Mariupol getragen
Eine hochschwangere Frau wird aus der zerstörten Klinik in Mariupol getragenFoto: Evgeniy Maloletka/AP

Am Mittwoch galt in Mariupol und weiteren Städte der Ukraine eigentlich eine Waffenruhe, damit die Bewohner sich in Sicherheit bringen können. Russland hat diese „humanitären Korridore“ – wie bereits in den vergangenen Tagen – mehrfach gebrochen.

Der Präsident der Ukraine, Wolodymyr (44), teilte sein Entsetzen über den Angriff auf die Klinik auf Twitter: „Direkter Angriff der russischen Truppen auf das Entbindungskrankenhaus. Menschen und Kinder liegen unter den Trümmern. Eine Gräueltat!“ Er forderte erneut eine Sperrung des Luftraums über der Ukraine und fragt: „Wie lange noch wird die Welt ein Komplize sein und den Terror ignorieren?“

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Die Kinder- und Entbindungsklinik in Mariupol wurde durch einen gezielten Angriff der russischen Streitkräfte in Schutt und Asche gelegt
Die Kinder- und Entbindungsklinik in Mariupol wurde durch einen gezielten Angriff der russischen Streitkräfte in Schutt und Asche gelegtFoto: Twitter/@ZelenskyyUa


Eine medizinische Angestellte geht durch eine, durch einen Angriff beschädigte, Geburtsklinik in Mariupol
Eine medizinische Angestellte geht durch eine, durch einen Angriff beschädigte, Geburtsklinik in MariupolFoto: Evgeniy Maloletka/dpa

Auf einem Video, das Selenskyj teilte, ist ein einziges Trümmerfeld zu sehen. Pure Zerstörung, überall liegen Mauerreste, Teile des Gebäudes brennen, im Inneren der Klinik liegen Glassplitter der zersprungenen Fenster.

Außenpolitikexperte Norbert Röttgen (56, CDU) fordert Deutschland auf, zu handelnd: „Putin zerbombt die Ukraine ohne jegliche Rücksicht auf Zivilisten. Wo bleibt unser Wille zu handeln? Wir brauchen nur einen Bruchteil des unglaublichen Mutes, den die Ukrainer jeden Tag aufs Neue aufbringen!“

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► Bereits am Sonntag war die Lage in Mariupol dramatisch. BILD-Reporter Paul Ronzheimer sagte bei BILD LIVE: „Es gibt kein Wasser und keinen Strom mehr.“ Heizen können die Menschen in Mariupol ebenfalls nicht mehr. Kreml-Despot Putin wolle die Stadt „komplett kaputt bomben“, und habe damit bereits begonnen.

Putins Krieg kostet auch das Leben von Kinder. Die Welt soll hinschauen, fordert Selenskyjs Frau.

Der Westen unterstützt die Ukraine bei der Verteidigung mit Waffen.

► Der direkte, gezielte Beschuss der Kinder- und Entbindungsklinik ist ein weiteres brutales Kapitel von Putins Krieg gegen die ukrainische Bevölkerung.

In der Mariupol sind seit dem Einmarsch russischer Truppen mindestens 1170 Zivilisten getötet worden. „47 sind heute in einem Massengrab beerdigt worden“, zitiert eine staatliche Informationsagentur den stellvertretenden Bürgermeister der Stadt, Serhii Orlow, am Mittwoch.